EU AI Act umsetzen, ohne Rechtsabteilung.

Die KI-Verordnung trifft auch Unternehmen, die KI nur einsetzen statt entwickeln. Wir klären, was für Sie tatsächlich gilt, und setzen es in überschaubaren Schritten um.


EU AI Act Compliance bedeutet: KI-Systeme nach Risikoklassen einstufen, verbotene Praktiken ausschließen, Transparenz- und Dokumentationspflichten erfüllen, menschliche Aufsicht sicherstellen und die KI-Kompetenz der Mitarbeitenden nachweisen. Die Pflichten gelten gestaffelt seit Februar 2025 und treffen auch reine Anwenderunternehmen.

Der häufigste Irrtum in mittelständischen Unternehmen: „Wir entwickeln keine KI, also betrifft uns das nicht.“ Die Verordnung unterscheidet zwischen Anbietern und Betreibern und Betreiber ist bereits, wer ein KI-System betrieblich einsetzt. Wer ChatGPT, Microsoft Copilot oder eine KI-gestützte Bewerbervorauswahl nutzt, hat eigene Pflichten.

Besonders unterschätzt wird Art. 4: Die Pflicht, für ausreichende KI-Kompetenz der Mitarbeitenden zu sorgen, gilt seit Februar 2025 ohne Übergangsfrist und ohne Schwelle für die Unternehmensgröße. Sie ist zugleich die Pflicht, die sich am schnellsten erfüllen lässt.

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Typischer Leistungsumfang

  • Inventarisierung aller eingesetzten KI-Systeme, inklusive der Werkzeuge, die niemand offiziell eingeführt hat
  • Risikoklassifizierung nach den Kategorien der Verordnung
  • Prüfung auf verbotene Praktiken nach Art. 5
  • KI-Richtlinie und Governance-Struktur für Ihr Unternehmen
  • KI-Kompetenz-Schulungen nach Art. 4, für Führungsebene und Anwender
  • Transparenz- und Kennzeichnungspflichten in der Praxis umsetzen
  • Prüfraster für die Bewertung neuer KI-Werkzeuge vor der Einführung
  • Dokumentation, die einer Prüfung standhält

Das Wichtigste in Kürze

Seit wann gilt was?Februar 2025: verbotene Praktiken und KI-Kompetenz-Pflicht. August 2025: Pflichten für Anbieter von KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck. August 2026: der Großteil der übrigen Pflichten, insbesondere für Hochrisiko-Systeme.
Anbieter oder Betreiber?Anbieter entwickelt oder lässt entwickeln und bringt in Verkehr. Betreiber setzt ein KI-System unter eigener Verantwortung ein. Die meisten mittelständischen Unternehmen sind Betreiber, mit eigenen, aber deutlich geringeren Pflichten.
RisikoklassenVerboten (z. B. Social Scoring, Emotionserkennung am Arbeitsplatz), hochriskant (u. a. Personalauswahl, Kreditwürdigkeit), begrenztes Risiko (Transparenzpflicht) und minimales Risiko (keine besonderen Pflichten).
BußgeldrahmenBis zu 35 Mio. € oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes bei verbotenen Praktiken; bis 15 Mio. € oder 3 % bei sonstigen Pflichtverstößen, maßgeblich ist der höhere Betrag.
Typischer EinstiegKI-Kompetenz-Schulung plus Systeminventar. Damit sind die sofort geltenden Pflichten abgedeckt und Sie wissen, welche weiteren Schritte für Sie überhaupt relevant sind.

So läuft die Zusammenarbeit

01

Inventar

Welche KI-Systeme sind im Einsatz, offiziell eingeführt und inoffiziell genutzt.

02

Einstufung

Risikoklasse je System, Rolle des Unternehmens und daraus folgende Pflichten.

03

Schulung

KI-Kompetenz nach Art. 4 für Führungsebene und Anwender, mit Teilnahmenachweis.

04

Struktur

KI-Richtlinie, Prüfraster für neue Werkzeuge und prüfungsfeste Dokumentation.


Häufige Fragen

Betrifft der EU AI Act auch kleine Unternehmen?

+

Ja. Die Verordnung kennt keine allgemeine Ausnahme für kleine Unternehmen. Entscheidend sind Rolle und Risikoklasse des eingesetzten Systems, nicht die Unternehmensgröße. Die Pflicht zur KI-Kompetenz nach Art. 4 gilt für alle Unternehmen, die KI einsetzen, vom Zwei-Personen-Betrieb an. Für Hochrisiko-Anwendungen gibt es Erleichterungen bei der Dokumentation, aber keine Befreiung.

Was verlangt die KI-Kompetenz-Pflicht nach Art. 4 konkret?

+

Unternehmen müssen sicherstellen, dass Personen, die in ihrem Auftrag KI-Systeme betreiben oder nutzen, über ausreichende KI-Kompetenz verfügen. Das umfasst technisches Grundverständnis, Kenntnis der Grenzen und Risiken, insbesondere Halluzinationen und Verzerrungen, sowie das Wissen, welche Daten eingegeben werden dürfen. Die Verordnung schreibt kein bestimmtes Format vor; nachweisbar muss es sein. In der Praxis bedeutet das dokumentierte Schulungen mit Teilnahmenachweis.

Ist ChatGPT im Unternehmen ein Hochrisiko-System?

+

In der Regel nicht. Der allgemeine Einsatz für Textentwürfe, Zusammenfassungen oder Recherche fällt üblicherweise unter minimales oder begrenztes Risiko. Hochriskant wird es durch den Einsatzzweck: Wer KI zur Vorauswahl von Bewerbungen, zur Leistungsbewertung von Mitarbeitenden oder für Kreditentscheidungen einsetzt, landet in der Hochrisiko-Klasse, unabhängig davon, welches Werkzeug dafür genutzt wird.

Wie hängen EU AI Act und DSGVO zusammen?

+

Sie gelten parallel und ergänzen sich. Der EU AI Act regelt die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit des KI-Systems, die DSGVO die Verarbeitung personenbezogener Daten darin. Fast jede betriebliche KI-Anwendung berührt beide Regelwerke. Deshalb empfehlen wir, die Bestandsaufnahme gemeinsam durchzuführen, sie ist inhaltlich zu großen Teilen identisch.

Was ist Schatten-KI und warum ist sie ein Problem?

+

Schatten-KI bezeichnet KI-Werkzeuge, die Mitarbeitende ohne Freigabe der IT nutzen, meist private Konten bei Chatbots. Das Problem ist doppelt: Datenschutzrechtlich verlassen möglicherweise personenbezogene oder vertrauliche Daten unkontrolliert das Unternehmen, und nach dem EU AI Act können Sie Pflichten für Systeme nicht erfüllen, von deren Einsatz Sie nichts wissen. Der erste Schritt jeder Umsetzung ist deshalb eine ehrliche Bestandsaufnahme statt einer Verbotsanordnung.


Wissen, was für Sie gilt.

Im kostenlosen Erstgespräch ordnen wir Ihre eingesetzten KI-Systeme ein und benennen die Pflichten, die tatsächlich auf Sie zutreffen, ohne Panikmache.

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